Gesundheitsgefahren durch exotische Haustiere

Bund Deutscher Tierfreunde warnt: Exoten können krank machen – Kinder besonders gefährdet

Kamp-Lintfort –  Die Haltung exotischer Haustiere sollte nicht nur aus Gründen des Tier- und Artenschutzes verboten oder zumindest stark eingeschränkt werden, sondern auch zum  Schutz der Halter und ihrer Familien, betont der Bund Deutscher Tierfreunde e.V.  In immer mehr Haushalten werden  exotische Tiere wie Schlangen, Kaimane, Leguane, Agamen, Spinnen, Chamäleons, Frösche und vielen andere Exoten gehalten,  ohne dass sich die Besitzer über die Gefahren im Klaren sind. Wie viele andere Tierschutzorganisationen fordert auch der Bund Deutscher Tierfreunde eine starke Einschränkung oder ein Verbot der privaten Haltung von exotischen Tieren.

Ein Verbot oder strenge Haltungsvorschriften schützen nicht nur die Tiere, sondern auch die Menschen, unterstreicht der überregionale Tierschutzverein Bund Deutscher Tierfreunde mit Sitz in Kamp-Lintfort in Nordrhein-Westfalen.  Die Gefährlichkeit von exotischen Haustieren basiert nicht nur aus Giftigkeit, Körper- und Beißkraft, auch die Zoonose- Gefahr muss berücksichtigt werden. Die Risiken der Krankheitsübertragung durch exotische Haustiere sind nicht nur theoretisch vorhanden, sondern sehr realistisch. Immer wieder gibt es Erkrankungen besonders bei Kindern durch Übertragung von Krankheitserregern.
Erst im Herbst 2013 stellten  Forscher der Universität Leipzig und des Robert Koch Instituts eine Verbindung zwischen der Haltung von Reptilien und der Übertragung von Salmonellen auf Kinder her.  Französische Wissenschaftler haben nun in einem offiziellen Bericht  vor allem vor den Gefahren einer Salmonellose und von Hirnhautentzündungen bei Kindern gewarnt.

Die Dachorganisation europäischer Tierschutzverbände, die „Eurogroup for Animals“, unterstrich in einem Report über Gesundheitsgefahren bei der Privathaltung von Wildtieren, dass schwere Krankheiten auf den Menschen übertragen werden können. Der „Eurogroup“- Report gibt einen Überblick über gefährliche Zoonosen und deren potentielle Überträger wie zum Beispiel Schildkröten, Leguane, Warane oder Schlangen, aber auch Affen und Fledermäuse.

Die EU ist heute der weltweit zweitgrößte Importeur von Reptilien. „Eurogroup“ empfiehlt der Europäischen Kommission, die Haltung exotischer Haustiere zu begrenzen, den Tierschutz bei der Haltung zu verbessern und Importe von Wildtieren zu verringern. Der Bund Deutscher Tierfreunde appellierte an alle Tierfreunde, solange es noch keine gesetzliche Regelung gibt, zumindest den gesunden Menschenverstand walten zu lassen. Es sollte Jedem einleuchten, dass exotische Tiere nicht in ein deutsches Wohnzimmer gehören, so der Bund Deutscher Tierfreunde.

 Bund Deutscher Tierfreunde e.V.

 Am Drehmanns Hof

47475 Kamp-Lintfort

 Tel.: 02842/92 83 20

 Fax: 02842/92 83 220

www.Bund-Deutscher-Tierfreunde.de

 

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